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Fraumünsterkirche, Zürich

Analyse und Aufnahme eines historischen Dachstuhls

2017

Im Rahmen dieser Untersuchung wurde der Dachstuhl des Langhauses der Fraumünsterkirche in Zürich analysiert. Diese barocke Holzstruktur ist besonders interessant, da sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgestockt wurde.

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Nach seiner anfänglichen Fertigstellung in den Jahren 1713/14 wurde der Dachstuhl des Langhauses 1911/12 durch Gustav Gull erhöht. Zwischen 2006 und 2007 restaurierte das Architekturbüro Peter Fässler die Konstruktion. Sowohl für die Aufstockung als auch für die Restaurierung wurden Bauaufnahmen der verschiedenen Zustände des Dachstuhls angefertigt. Es sind genau diese Pläne, die in den schriftlichen Quellen immer wieder auftauchen.

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Zahlreiche Quellen dokumentieren die Baugeschichte des Fraumünsters. Die Forschungen von Johann Rudolf Rahn (1898 und 1900–1914), Joseph Zemp (1900–1914), Emil Vogt (1959), Regine Abegg & Christine Barraud Wiener (2002) sowie Roland Boehmer (2012) sind besonders wertvoll, um einen Überblick über diese Geschichte zu erhalten. Da Rahn ein Gutachten zur Restaurierung verfasst und eine Baugeschichte des Fraumünsters begonnen hatte – die später von Zemp fortgeführt wurde –, bilden seine Schriften gewissermassen das Fundament für die Geschichte des Dachstuhls. Vogt konnte diese Quellen dank neuer archäologischer Ausgrabungen präzisieren und korrigieren. Abegg fasste zusammen mit Barraud Wiener die Baugeschichte synthetisch zusammen. Der Bericht von Boehmer tut dasselbe und geht auf die Restaurierung ein. Zudem liefert die Dissertation von Cristina Gutbord (2009) wichtige Informationen über die von Gustav Gull durchgeführte Aufstockung. Weitere Quellen geben Aufschluss über die allgemeine Geschichte des Fraumünsters und seine architektonische Entwicklung. Zusätzliche historische Abbildungen zeigen verschiedene Phasen des Kirchendaches.

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Das Ziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung einer Bauaufnahme und der Baugeschichte des Langhausdachstuhls der Fraumünsterkirche. Es folgen eine Gesamtdarstellung der Dachstruktur, eine Kartierung aller Abbundzeichen, ein Aufmass sowie eine konstruktive und architektonische Beschreibung eines Dachbinders, ein Vergleich mit bereits bestehenden Bestandsaufnahmen und schliesslich eine zusammenfassende, durch historische Bilder illustrierte Baugeschichte des heutigen Daches.

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