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Abbazia Santa Maria del Piano, Orvinio

Ideenwettbewerb für die Umnutzung einer Kirche.

2025

Die neuen Funktionen werden unter Berücksichtigung der früheren Nutzung der Anlage untergebracht, um sie auf die am besten geeignete Weise wiederzuverwenden. Der Meditationsraum wird in der Kirche eingerichtet. Eine geschlossene Gemeinschaftsküche und ein Speiseraum (56 m²) werden im angrenzenden Gebäude untergebracht, das vermutlich als Refektorium diente, als das Kloster noch aktiv war. Ein Wohnzimmer (27 m²) und gemeinschaftliche Sanitäranlagen (37 m²) werden sich ebenfalls in diesem Bereich befinden. Der Glockenturm diente früher als visueller Orientierungspunkt und kündigte die religiösen Feiern an. Zukünftig werden an dem Turm Flaggen aufgehängt, um auf kommende Veranstaltungen hinzuweisen. Im Inneren des Turms wird eine neue Treppe eingebaut, die es ermöglicht, die herrliche Naturlandschaft von den oberen Ebenen aus zu bewundern. Der Bereich nordwestlich der Kirche, der ebenfalls durch das neue Dach geschützt wird, nimmt eine Meditationszone im Freien und ein Gartenbecken auf, das zum Verweilen einlädt. Die benachbarte Wiese bleibt direkt zugänglich. Auf der Südostseite der Anlage schützt das Dach eine an das Wäldchen angrenzende Terrasse.

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Die Abbazia Santa Maria del Piano wird zu einem Meditationszentrum umgenutzt. Ihr fehlendes Dach wird durch eine wellenförmige, teppichartige Überdachung ersetzt, die sich entsprechend der Nutzung des jeweiligen Raumes entfaltet und an den traditionellen Meditationsteppich erinnert. Das Dach wird von einer unabhängigen Tragstruktur getragen. Die teils opaken, teils transparenten Dachziegel werden so angeordnet, dass sie das Zenitlicht filtern, ein Himmelsgewölbe nachempfinden und eine für die Meditation förderliche Atmosphäre schaffen. Der fehlende Boden wird in den Innenräumen durch ein warmes Holzparkett und in den Aussenbereichen durch ein Holzpflaster ersetzt. Die Muster des Daches und des Bodens treten in einen Dialog und verstärken das Gefühl eines Meditationsraumes, der die Erde mit dem Himmel verbindet.

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In der Vergangenheit haben bedeutende Restaurierungsarbeiten dazu beigetragen, dass die Anlage in einem zufriedenstellenden Erhaltungszustand geblieben ist. Diese historische Architektur wird instand gehalten und so weit wie möglich in ihrem aktuellen Zustand bewahrt. In enger Zusammenarbeit mit Bauingenieuren und spezialisierten Restauratoren umfassen die Massnahmen die Reinigung, die Entfernung von Bewuchs, bei Bedarf die statische Verstärkung, das Schliessen von Mauerwerkslücken mit geeigneten Steinen, die Restaurierung der Fugen zwischen den Hausteinen und gegebenenfalls die Verbesserung der Sickerleitung. Keine Restaurierung darf darauf abzielen, einen hypothetischen früheren Zustand wiederherzustellen. Im Gegenteil: Die neue Funktion wird durch den zeitgenössischen Eingriff klar ablesbar sein.

© 2026 Dietiker Ficheux

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